Nachhaltig und energieeffizient bauen

Energieeffizientes Holzhaus mit PV / Solar AnlageBeste Energiewerte erreichen natürlich gedämmte Holzhäuser in Verbindung mit Photovoltaik und Wärmepumpe!

Nachhaltiges und energiesparendes Bauen tritt immer mehr in den Fokus des Interesses. Angesichts des Klimawandels und dem Preisanstieg für Energie ist das nicht verwunderlich. Zumal zu erwarten ist, dass die Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) noch in diesem Sommer sowohl den Bundestag als auch den Bundesrat passieren dürfte. Dann müssen ab 2024 neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energieträgern betrieben werden.

Doch nachhaltiges Bauen betrifft nicht nur die Heizungsanlage. Auch nachwachsende Baumaterialien wie Holz und natürliche Dämmstoffe berücksichtigen nachhaltige Werte beim Neubau. Die Regierung unterstützt viele Objekte mit einem gut gefüllten Fördertopf.

Worauf müssen sich angehende Bauherren ab diesem Jahr einstellen?

Energieeffizientes Holzhaus mit PV / Solar Anlage

Beste Energiewerte erreichen natürlich gedämmte Holzhäuser in Verbindung mit Photovoltaik und Wärmepumpe!

Im Jahr 2023 mit dem Hausbau beginnen?

Die Baukosten sind im letzten Jahr explodiert – die Gründe sind vielfältiger Natur. Mehrere Erhöhungen der Leitzinsen zusammen mit der rasch steigenden Inflation haben die Kosten für Baufinanzierungen in die Höhe getrieben. Der Ukrainekrieg hat die Energiekosten sprunghaft ansteigen lassen, weshalb sich Baumaterialien um bis zu 80 Prozent verteuerten. Schließlich führt der Fachkräftemangel im Baugewerbe zu höheren Löhnen, wodurch die Preisspirale weiter angezogen wird.

Es ist abzusehen, dass der Bau eines Hauses in absehbarer Zeit nicht günstiger wird. Experten sehen in dieser Entwicklung aber auch eine Chance. Wer sich jetzt dazu entschließt, voll auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu setzen, wird in naher Zukunft belohnt.

Gut gedämmte Holzhäuser und Konzepte mit Solarenergie in Verbindung mit Wärmepumpen, wie sie unter gruenes.haus angeboten werden, versprechen große Einsparpotenziale bei der Stromrechnung. Je früher mit dem Neubau begonnen wird, desto eher lässt sich von dieser Entwicklung profitieren.

Nachhaltiges Bauen – das Drei-Säulen-Modell

Im herkömmlichen Sprachgebrauch bedeutet Nachhaltigkeit, sparsam und effizient mit den Ressourcen des Planeten umzugehen, um die Existenz nachfolgender Generationen nicht zu gefährden. Dabei sind sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Werte zu berücksichtigen.

Für das Baugewerbe lassen sich diese drei Säulen wie folgt interpretieren:

  • Ökologisch: Der Einsatz schadstofffreier Materialien, die beim Bau, der Nutzung und beim Rückbau keine umweltgefährdenden Eigenschaften entwickeln.
  • Ökonomisch: Die Kosten für den Neubau halten sich über die gesamte Nutzungsdauer und nicht nur während der Bauphase in erträglichem Rahmen.
  • Sozial: Der Wohnkomfort bewegt sich für alle Bewohner auf hohem Niveau.
Wärmepumpen Überblick

Klick zum Download dieser Infografik über die verschiedenen Arten von Wärmepumpen

Gesetzliche Vorgaben

Maßgeblich für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen ist das Gebäudeenergiegesetz. Dieses legt Regeln und Obergrenzen für den Energiebedarf fest. Obendrein wird die Nutzung erneuerbarer Energien und die Erhöhung der Energieeffizienz vorgeschrieben. Als Mindeststandard gilt derzeit das Effizienzhaus 40, das bis 2025 den gesetzlichen Energiemaßstab widerspiegelt.

Staatliche Förderungen

Fördermittel können schon für die Planung abgerufen werden. Die Kosten für einen Energieeffizienzberater werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit bis zu 10.000 Euro bezuschusst. Außerdem können zinsgünstige Kredite von bis zu 240.000 Euro für den Bau eines Effizienzhauses 40 beantragt werden. Über das Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle (Bafa) stehen diverse Fördermittel für Einzelmaßnahmen zur Verfügung.

Konzepte für energieeffizienten Hausbau

Um den energetischen Standard eines Hauses zu definieren, werden Gebäude in verschiedene Kategorien eingeteilt. Maßgeblich ist dabei der Verbrauch an Heizöl als Energieäquivalent für die Beheizung und die Wassererwärmung eines Gebäudes. Dieser wird für den Quadratmeter pro Jahr (qm/a) angegeben. Um die Jahrtausendwende wurden dafür im Schnitt 16 Liter des fossilen Brennstoffs verbraucht.

Derzeit existieren fünf Kategorien, von denen die letzten vier förderungswürdig sind:

  • Niedrigenergiehaus: 5 bis 6 Liter, nicht förderungswürdig
  • Effizienzhaus 40: 2,5 Liter
  • Passivhaus: Gute Dämmung, Einsatz einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, sodass keine klassische Gebäudeheizung notwendig wird; 1,5 Liter
  • Nullenergiehaus: Die benötigte Energie wird komplett selbst produziert
  • Energie-Plus-Haus: Der eigene Strombedarf wird gänzlich selbst produziert. Darüber hinaus findet eine Einspeisung ins öffentliche Netz statt.

In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen an die Energieeffizienz immer weiter verschärft. Daher kann es sich positiv auswirken, wenn das neue Haus so geplant wird, dass es die aktuellen Vorgaben (Effizienzhaus 40) überschreitet. Dann entspricht das Haus auch zukünftig den gültigen Standards, sodass beispielsweise ein Stromspeicher später nicht nachgerüstet werden muss.

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Wichtige Effekte zur Einsparung von Energie lassen sich schon im Bauplan berücksichtigen. So sollte sparsam mit der Wohnfläche umgegangen werden. Jeder zusätzliche Quadratmeter verbraucht mehr Energie. Erreicht wird dieses Ziel durch die Minimierung von Verkehrsflächen und durch Nutzungsüberlagerungen der Räume. Erker und Anbauten sollten vermieden werden, benötigen sie doch zusätzliche Außenwände, für die Dämmungen eingebaut werden müssen.

Überdies ist es dienlich, schon bei der Planung darauf zu achten, dass es die Ausrichtung des Gebäudes erlaubt, effizient Solarenergie zu verwenden. Dabei ist auch auf die Verschattung von Bäumen und Nachbargebäuden zu achten.

Energie und Heizung

Im Bereich Wohnen ist die Heizung der größte Energieverbraucher. Daher kommt es darauf an, die Heizungsanlage eines Gebäudes effizienter zu gestalten. Die Regierung setzt dabei auf Wärmepumpen. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen:

  • Luft-Luft-Wärmepumpe: Die Außenluft wird angesaugt, erwärmt und direkt in die Innenräume abgegeben.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: Die Außenluft wird angesaugt und erwärmt das Wasser im hauseigenen Heizkreislauf.
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Die Energie wird dem Grundwasser entzogen und dem Heizkreislauf zugeführt.
  • Sole-Wasser-Wärmepumpen: Die Energie wird aus dem Erdreich gewonnen und erwärmt das Heizungswasser.

Eine Wärmepumpe erzeugt bis zu 75 Prozent der Energie umweltneutral. In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage lässt sich dieser Wert bequem auf 100 Prozent erhöhen. Ausreichend dimensioniert speist die PV-Anlage zusätzlich alle anderen Verbraucher.

Baumaterialien und Dämmung

Aufgrund des hohen Drucks auf die Zementindustrie bemüht sich diese, verschiedene klimapositive Baustoffe herzustellen. Die Palette reicht von erdölfreien Kunststoffen über Biokohlenstoffe, zementfreien Beton, industrielle Abfallprodukte, spezielle Betongranulate, Karbonate und Pilze. Die Forschungen darüber befinden sich allerdings noch im Anfangsstadium.

Als der nachhaltigste Baustoff mit der höchsten Energieeffizienz erweist sich immer noch Holz, wie es seit Hunderten von Jahren in Blockhäusern verwendet wird. Holz dient als Kohlenstoffspeicher und bindet gefährliche Treibhausgase wie CO2. Der Baustoff ist schlecht wärmeleitend und gibt wenig Energie an die Außenluft ab.

Eine zusätzliche Dämmung mit natürlichen Materialien trägt dazu bei, die Energieeffizienz und die Nachhaltigkeit eines Hauses weiter zu steigern. Die meisten Stoffe halten im Winter die Kälte ab und sorgen im Sommer für ein kühles, angenehmes Raumklima. Sie sind als Matten, Schütt- oder Stopfdämmstoffe verfügbar.

Folgende Werkstoffe bieten sich an:

  • Hanffasern: Sehr resistent gegen Schädlinge und pestizidfrei. Hautverträglich und setzt bei der Verarbeitung keine Stäube frei.
  • Flachs: Leicht zu verarbeiten und besitzt feuchteregulierende Eigenschaften.
  • Schafwolle: Kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und hat die Fähigkeit, Schadstoffe aus der Luft zu filtern.
  • Kork: Dient der Wärme- und der Trittschalldämpfung. Billige Erzeugnisse können künstliche Bindemittel enthalten.

 

Fazit

Zukünftig stehen im Bereich Wohnen nicht mehr allein der Preis und die Größe eines Hauses im Vordergrund. Aufgrund der hohen Energiepreise und der sich immer gravierender abzeichnenden Konsequenzen des Klimawandels ist die Tendenz zu nachhaltigen und energieeffizienten Gebäuden alternativlos. Dabei gewinnen sparsame Heizsysteme und umweltneutrale Energieträger ebenso an Gewicht wie nachwachsende Baustoffe und natürliche Dammmaterialien.

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