Badewanne: Auswahl und Einbau im Holzhaus

Nach einem anstrengenden Arbeitstag gemütlich in der Badewanne entspannen – es gibt für viele Menschen kaum etwas Schöneres. Allerdings sollte man sich nicht nur vom Design leiten lassen, sondern bedenken, dass die Wanne auch in zehn Jahren noch funktionieren und zu Ihnen passen sollte. Aus diesem Grunde sollte man bei der Planung des Badezimmers bzw. der Badewanne einiges beachten.

Badewannen Auswahl

Sicherlich sind in erster Linie die Platz und Raumgegebenheiten entscheidend. Soll die Wanne im Raum stehen, sich in eine Ecke schmiegen oder an einer Wand positioniert werden. Sicherlich ist hier eine Skizzierung des Bades und die evtl. möglichen Anordnungsmöglichkeiten von großem Vorteil.  Meiner Meinung nach gilt: Je größer das Badezimmer ist, desto größer kann die Badewanne sein bzw. je großzügiger kann die Badewanne eingebaut werden (evtl. mit einem großen Podest oder auf mehreren Stufen mitten im Raum). Hier hat man zusätzlich zur normalen Wanne die Wahl zwischen einer freistehenden Wanne in runder, ovaler oder rechteckiger Form – vermutlich gibt es hier noch viel mehr Badewannenformen …

Eine kleine Badewanne in einem großen Raum sieht meiner Meinung nach verloren aus. Eine große Badewanne in einem zu kleinen Raum wirkt zu klobig und protzig. Aber jeder sollte sich ja freientscheiden, welche Badewanne für Ihn passend ist und die Funktion geht für mich immer vor Optik.

In kleinen Räumen ist zu überlegen, ob man aus Platzgründen eine mehreckige Wanne nimmt, oder zum Wasser sparen eine Wanne, die zu den Füßen enger wird.  Kombinierte Dusch-Badewannen lassen sich direkt doppelt nutzen. Hier ist im Fußbereich die Duschmöglichkeit. Dies hat den Vorteil, dass man nicht zwei separate Stellplätze im Badezimmer braucht. Wer eine Trennwand im Duschbereich anbringen möchte, der sollte im Blockhaus berücksichtigen, dass diese an eine Rutschleiste angrenzt, damit es keine Setzungsrisse gibt.

Heutzutage gibt es viele unterschiedliche Badewannenformen. Für den ersten Eindruck kann man sich schöne Badewannen Bilder im Shop anschauen. Das ist natürlich in erster Linie eine Geschmackssache, allerdings sollte auch hier folgendes beachtet werden:

  • Der Mensch ist das Maß (Innenmaß beachten)
  • Badegewohnheiten (z.B. zum Lesen eine Kopfstütze)
  • ist evtl. eine Massage erwünscht (Whirl- oder Airpooltechnik)
  • soll die Wanne alleine oder evtl. mal zu zweit genutzt werden (breitere Modelle)

Neben Standardmodellen gibt es natürlich auch Maßanfertigungen. Es gibt besonders ausgefallene Exemplare mit z.B. Unterwassermusik oder farbigen Lichteffekten. Am besten besucht man mehrere Sanitärausstellungen. Dort heißt es: Schuhe aus und Probeliegen. Dann hat man schnell die passende Wanne für sich gefunden.

Was sicherlich auch ein Entscheidungskriterium ist, ist das Material aus welchem die Badewanne gefertigt ist. Hier will ich kurz die Vor- und Nachteile der zwei häufigsten Materialien für die Wannenherstellung erklären:

Sanitäracryl

  • sehr pflegeleicht
  • hält länger die Wassertemperatur als Stahlemail
  • Kratzer lassen sich besser entfernen als bei Stahlemail
  • schwierigerer Einbau als Stahlemail
  • federt leicht nach
  • es können keine scharfen Putzmittel verwendet werden

Stahl Email

  • sehr hart und widerstandsfähig, zerkratzt aber leichter als eine Acryl-Badewanne
  • extrem lange Lebensdauer
  • große Modellvielfalt
  • leichter Einbau
  • scharfe Putzmittel hinterlassen Kratzer

Selbstverständlich gibt es auch noch andere Materialien wie z.B. Gusseisen oder Kupfer. Dies sieht natürlich in historischen Häusern oder mittlerweile auch in extrem modernen Häusern sehr schön aus.  Eine Nostalgiewanne auf Füßen, mit nach außen gewölbtem Rand ist etwas sehr außergewöhnliches und findet überall seine Fans. Evtl. ist die Gemütlichkeit hier ein wenig eingeschränkt, allerdings fühlt sich die Oberfläche sehr gemütlich an und das Wasser bleibt auch in diesen Wannen sehr lange warm.

Badewannen Einbau im Blockhaus

Zu beachten beim Badewannen Einbau ist, dass dieser in einem Blockhaus wegen der Setzung einige Besonderheiten aufweist. Wichtig ist, dass zunächst alle Wände an die die Wanne angrenzt mit Hilfe einer Rutschleistenkonstruktion realisiert werden, da sich ansonsten diese Wände hinter der Wanne nach unten bewegen und somit z.B. Silikonabdichtungen unmittelbar undicht würden. Die entsprechenden Anschlüsse für den Zulauf müssen entsprechend auch auf der Unterkonstruktion mit Hilfe einer Rutschleiste von der Blockwand entkoppelt werden, damit der Zulauf sich nicht durch die Setzung des Blockhauses immer weiter Richtung Boden und Wanne bewegt. Die entsprechenden Zuführungen zu dem Zulauf sollte man mit einem flexiblen Schlauch realisieren, so dass dieser nachgezogen werden kann.

 

1 Kommentar zu "Badewanne: Auswahl und Einbau im Holzhaus"

  1. Nach jahrelangem Stehen in der Dusche kamen mein Mann und ich auf den Geschmack einer Badewanne. Die Utensilien werden in den nächsten Wochen besorgt und hoffentlich kann auch ich in einer Wanne entspannen! Es ist gut zu wissen, dass die Wände mit einer Rutschleistenkonstruktion realisiert werden müssen. Ich werde meinem Mann davon erzählen, damit die Wände sich nicht bewegen.

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