die besten Einsparpotentiale beim eigenen Blockhausbau

Wenn ich mit angehenden Holzhaus Bauherren telefoniere, ist eine der häufigsten Fragen, ob und wie man Geld beim Hausbau sparen kann. Ich habe hier also unsere eigenen Blockhaus Bau Erfahrung sowie die von vielen anderen Bauherren zusammengetragen. Diese Liste gibt als Leitfaden erste Anregungen, es gibt sicherlich weitere Hausbau Spar Tipps. Weitere Anregungen zu Hausbau Spar Potentialen bitte einfach als Kommentar zu diesem Artikel für andere Bauherren hinterlassen.

Der richtige Anbieter für den Hausbau

Das sicherlich größte Potential zum sparen beim Hausbau liegt immer in den größten Gewerken und dazu zählt vor allem der Bausatz des Hauses, d.h. bei einem Blockhaus der Holzbausatz inkl. Dacheindeckung, Fenster und Türen. Die meisten Anbieter liefern quasi das Haus ohne Bodenplatte / Keller sowie ohne Heizung, Sanitär, Elektroinstallation und Bodenbeläge sowie Außenanstrich. Bei der Auswahl des Blockhaus Anbieters kann demnach auch am meisten gespart werden, wobei es ja nicht um den reinen Preis geht, sondern um das Verhältnis von Preis und Leistung. Je nach Blockhaus Bauart kommen hier verschiedene Anbieter in Frage, die meiner Meinung nach und gemäß dem Feedback von vielen Bauherren zu einem ordentlichen Preis-Leistungsverhältnis ihr Haus errichten. Dazu zählen Stand Sommer 2012 u.a. Norwood Holzhaus, Nordic Holzhaus und Mark Massivhaus sowie für Bauten im Süden Allsend Haus. Gegen viele Blockhaus Anbieter spricht nichts, wobei oft zu viel Geld für die Leistung auszugeben ist und einige sehr günstige Anbieter später entweder gehörige Nachschläge für Optionen haben wollen oder Abschläge bei der Holzqualität oder anderen Materialien machen. Achten Sie hier insbesondere immer auf den verwendeten Dämmstoff und die Fenster. Bei den Fenstern ist es wichtig, dass man auf den Gesamtdämmwert achtet und nicht auf den zumeist beworbenen Dämmwert der reinen Scheibe. Es gilt also immer den Gesamtdämmwert mit dem Preis zu vergleichen.

Ein Hausbau Anbieter der lokal in der Nähe ist hat auf den ersten Anschein den Vorteil, dass er keine weite Anreise hat. Viele größere Anbieter wie HONKA, Norwood, Nordic Haus oder ELK haben aber regionale Bauteams, so dass hier die Blockhaus Montage sehr günstig angeboten werden kann.

Aktuelle Erfahrungen von Bauherren zu Blockhäusern und Holzhäusern finden sich immer wieder aktualisiert in der Rubrik Marktübersicht auf dieser Website. Diese Blockhaus Erfahrungen und Holzhaus Erfahrungen sollen Ihnen helfen sich eine Meinung zu bilden. Ich werde von niemandem dafür bezahlt und bin unabhängig. Holen Sie sich so viele Eindrücke und Meinungen wie möglich und dies wird Ihnen helfen sicher und günstig zu bauen.

Haus Bauzeit

Bei der Bauzeit sind generell zwei Aspekte wichtig: Die Jahreszeit und die Hausbau Dauer.

Im Sommer lässt es sich sicherlich das Haus besser bauen als im Winter, denn für Strom (Baubeleuchtung), Bauheizung und Bautrocknung muss weniger Geld ausgegeben werden. Der Bau wird auch schneller austrocknen, weil er tendenziell weniger Nass wird und es wärmer ist. Auch sind die Handwerker nicht mit Unmut länger auf dem Bau, so dass es normalerweise schneller voran geht. Baustoffe lassen sich besser auf der Hausbau Baustelle lagern und da insgesamt mehr gebaut wird, kann man auch an Transportkosten sparen, da die Baumärkte die Fracht auf größere Touren umlegen können. Wir haben dennoch unser Blockhaus zwischen Mitte November und Mitte Dezember aufgebaut und den Richtmeister und sein Team mit Kaffee und anderen Tricks bei Laune gehalten. Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich nicht unbedingt im Winter bauen, sondern den Rohbau bis Ende Oktober fertig gestellt haben, so daß er dicht ist.

Die Hausbau Dauer spielt eine Rolle für die innere Unruhe der Bauherren aber auch für die fast bei allen stattfindende doppelte Belastung durch Zinsen auf den Baukredit und die Miete für die aktuelle Wohnung. Hier kann man sagen, dass ein Blockhaus normalerweise schneller aufgebaut und bezugsfertig ist, als ein Haus in Ständerbauweise. Häuser in Ständerbauweise benötigen Innenputz und Außenputz und somit eine Zeit für deren Trocknung. Vor allem beim Innenausbau geht es daher nicht voran. Beim Blockhaus kann direkt begonnen werden mit den Bodenbelägen und dann kann eingezogen werden, da die Holzinnenseite im Blockhaus nicht behandelt werden muss.

Gesamtplanung / Bauaufsicht beim Hausbau

Bei unserem Blockhausbau haben wir sicherlich am meisten durch eine sehr detaillierte und zeitlich genaue Planung sparen können sowie durch Preisvergleiche der einzelnen Gewerke. Das haben wir alles selber in die Hand genommen – auch wenn wir vorher keine Erfahrung hatten. Da wir viel Zeit hatten, haben wir mit vielen Firmen gesprochen und uns Tipps und Anregungen geholt und somit unser Haus immer präziser beschreiben können. Nach einiger Zeit hatten wir für alle Gewerke eine Art Ausschreibung und haben diese regionalen und überregionalen Firmen zukommen lassen. Da viele nicht nur mit einem Preis antworten, sondern mit Tipps oder Informationen in Beratungsgesprächen, konnten wir unsere Anforderungskataloge immer weiter optimieren und schließlich eine klare Ausschreibung machen.

Eine gute Planung beschreibt also sehr detailliert jedes Gewerk, d.h. welche Steckdosen sitzen wo, wie steht die Küche, welche Anschlüsse braucht diese wo, welche Böden liegen in welchem Raum, wie hoch sind die Räume, … So stellt man auch sicher, dass die Steckdosen für die Dunstabzugshaube oder die Rauchmelderanschlüsse nicht vergessen werden und klar ist wo die Kabelkanäle sind und welche Menge an Kabeln hierdurch verlegt wird. Auch gibt es Aufschluss über die Dimension der Heizung und des Pufferspeichers, wenn man weis wann die Heizung laufen soll, welche Räume zu heißen sind und welche Personenanzahl später im Haus wohnen soll. Viele Dinge an die man denken muss, aber wir haben uns einfach immer gefragt, wie wir die Tätigkeiten von heute im neuen Haus erledigen würden und ob dafür bereits alles eingeplant ist. So sind wir dann auch hinter die Raumaufteilung und die Lage der Zugänge von Küche zu Vorratsraum, Carport und Kräutergarten gekommen.

Die Abläufe an unserem Blockhaus Bau haben wir jeden Morgen und Abend selber kontrolliert. Da wir genau wusste, was wo sein sollte und wann es realisiert werden muss, haben wir hier immer wieder koordinierend eingreifen können ohne einem Handwerker Vorwürfe zu machen. Aufsicht und Koordination beim Hausbau ist sehr wichtig und ich denke das kann keiner besser als der Bauherr für seinen eigenen Hausbau.

Die meisten Richtmeister helfen bei der Koordination, weil der Innenausbau durch die Richtmeister erst nach den Gewerken Elektrik, Sanitär und Heizung erfolgt. Zudem liefern fast alle Hausbauer die Architektenplanung und auch die Statik mit. Wer einen Keller baut, sollte auch die Statik und die Planung für den Keller vom selben Statiker / Architekten erledigen lassen. Wir haben dies direkt von unserem Blockhaus Anbieter erledigen lassen und es in den Vertrag mit aufgenommen. Schließlich muss das Haus ja exakt auf den Keller passen. Den Keller haben wir aber von einer lokalen Firma bauen lassen.

Auswahl der richtigen Holzart

Die Auswahl der Holzart hat einen entscheidenden Einfluss auf den Dämmwert, das Heizverhalten, die Setzung, die Stabilität und auch auf die Anschaffungs- und Betriebskosten des Hauses. Auch müssen unterschiedliche Holzarten anders gepflegt werden oder die Intervalle verlängern sich für einen Anstrich.

Generell spielt die Herkunft eine große Rolle, denn die Logistikkosten für Holz aus Nordskandinavien sind deutlich höher als für Holz aus dem Schwarzwald oder anderen Regionen. Trotzdem macht es Sinn, sich für Holz aus dem nördlichsten Finnland zu entscheiden, denn hier wächst es sehr langsam und ist somit dicht, stabil und hat optimale Dämmwerte. Das Spielt man über die Zeit über die Energieersparnis wieder rein und man hat auch weniger Ärger mit der Setzung. Wichtig ist, dass Sie genau nach der Herkunft fragen. Holz aus Finnland ist etwas anderes als Holz aus Finnland nördlich des Polarkreises. Achten sie auf die Zertifikate und Gütesiegel über den genauen Herkunftsort. Entscheidend ist auch nicht das Alter des Baumstammes, sondern das er sehr langsam im hohen Norden gewachsen ist. Hier gibt es wenig Wasser und wenig Wärme, so dass die Bäume einfach langsamer wachsen.

Die üblichen Holzarten sind Fichte, Kiefer und Lärche und genau in dieser Reihenfolge auch von der Holzart her fest und dicht. Üblicherweise – wie auch bei uns – wählt man Kiefer als Kompromiss. Polarkiefer ist auch nicht viel teurer als Fichte. Wir haben Kernholz genommen, d.h. komplett ohne Leim aufgebaute Aussenwände. Blockbohlen aus Leimholz haben wir nur für die Unterzüge und den Dachstuhl gewählt. Wir wollten sehr diffusionsoffen sein, um das optimale Raumklima zu haben. Zudem sind Leimholzbalken teurer.

Es gibt Anbieter die bauen immer bauartbedingt mit Leimholzbalken, was sehr stabil ist und auch die Setzung minimiert. Fullwood hat aufgrund einer speziellen Bauart sogar nahezu keine Setzung sindern nur die Schrumpfung der Blockbohlen. Fullwood fertigt die Wände komplett im Werk vor. Vorteil ist daher der schnelle Aufbau und die hohe Stabilität. Nachteil ein höherer Preis.

Dämmwert / Dämmstoff

Wie sie optimal dämmen habe ich schon in einigen Artikeln zur Blockhaus Dämmung beleuchtet. Wir wollen sehr atmungsaktiv aber auch sehr dicht bauen und damit sehr Energiebewusst, da wir davon ausgehen, dass die Energiekosten sehr stark steigen werden. Insofern haben wir uns für einen Doppelblock Blockhaus mit Perlite Dämmung entschieden. Perlite kann nicht schimmeln und ist rein natürlich (fein gekörnter Stein). Damit bietet es den Vorteil gegenüber anderen Dämmstoffen, dass es unkaputtbar und nicht brennbar ist.

Heizart / Heizungsanlage / Kamin / Kachelofen / Heizkamin

Die Wahl fällt schwer. Wie soll man heizen? Von Gas, über Pellets, Wärmepumpe und Fernwärme bis hin zu kleinen Heizkraftwerken wird alles angeboten. Die Heizarten vergleichen war auch bei uns eine langwierige Aufgabe, denn die Kosten fallen überwiegend später im Betrieb an und in Verbindung mit der Dämmung kann hier sehr viel Geld gespart werden. Wir haben uns auch lange überlegt wie wir Energie einsparen können und alle Systeme entsprechend verglichen. Die entsprechenden Details habe ich in den hier verlinkten Artikeln bereits umfassend beschrieben.

Wir haben uns bewußt für eine Wärmepumpe entschieden und diese mit Solar für das Brauchwasser kombiniert, sowie mit einem Kachelofen und einem Heizkamin die beide noch an den Warmwasserspeicher angeschlossen sind. Der Heizkamin hat schon in der Bauphase seinen Dienst erbracht und den Bau warm gehalten. Wichtig war, dass wir uns bei dem Kamin für einen Fertigkamin entschieden haben, denn das nachträgliche Mauern in das fertige Blockhaus ist einfach zu teuer. So kommt der Kamin per Kran von oben in den Bau und wird nur verankert. Wir haben diesen auch gar nicht auf der Bodenplatte aufgesetzt, sondern ein paar Meter gespart und diesen auf die Kellerdecke montiert. Die Wärmepumpe benötigt ja keinen Kaminabzug.

Kein Keller (also eine Bodenplatte) oder doch ein Keller in Verbindungen mit welchen Eigenschaften?

Braucht man wirklich einen Keller? In unserem Baugebiet sind über die Hälfte der Häuser ohne Keller gebaut – wer aber viele Kinder hat oder in seinem Leben viel angesammelt hat, der wird sicherlich den Komfort eines Kellers schätzen. Ich habe im Keller meinen Rückzugsbereich, d.h. wir haben hier noch Wohnfläche eingebaut, wo ich mich jetzt austoben kann – der sogenannte Hobbyraum. Diesen kann man ja auch erst später ausbauen, wenn man zu Beginn wenig Geld hat.

Bei der Bodenplatte kann man heute auch die Bodenplatten von Futura nehmen, bei denen direkt die Heizungsspiralen eingebaut sind. Das macht im Blockhaus Sinn, denn die Platten sind trocken und es gelangt keine zusätzliche Feuchte in den Bau, wie uns das beim verlegen des Estrichs passiert ist. Nur mit Bautrocknern haben wir dann die Feuchte im Winter wieder raus bekommen und mussten einige Bläuepilze an den Innenwänden vorübergehend akzeptieren. Diese verschwinden aber wieder vollständig.

Wenn Sie eine reine Bodenplatte bauen, sollten Sie aber gut planen, wo die Haustechnik platziert wird, denn diese ist – je nach Heizungsanlage – dann doch oft zu hören. Wir haben unsere Luft-Luft Wärmepumpe im Keller platziert und damit Ruhe in beiden Wohnetagen.

Wenn Keller: Wo kann man beim Keller sparen?

Wir haben sehr lange Preis für den Keller verglichen und das von allen Bauarten. Ein Fertigkeller war eigentlich immer am teuersten. Zudem atmet er nicht und ist damit kein idealer Keller für ein Blockhaus. Die überregionalen Anbieter waren auch immer teurer, vor allem wenn diese über die Hausbauer angefragt wurden. Wir haben uns also den Keller immer separat vom Hausbauer anbieten lassen und den Keller schließlich bei einem lokalen Anbieter bauen lassen. Die Art der Steine war selbst bei unserem 12 x 16 Meter Keller kaum noch ein Unterschied. Wir haben uns für Poroton entschieden, dass zwar teuer ist, aber halt auch atmungsaktiv und somit sehr gut zum Blockhaus passt.

Mit dem Blockhaus Hersteller haben wir abgestimmt, dass er die Kellerdecke nachmessen kommt, bevor das Haus final in die Produktion – also in das Fräswerk – geht. Das war dann zwei Wochen vor der endgültigen Lieferung der Fall. Im CAD Programm konnte der Hausbauer dann die 5 cm mehr, die der Keller hatte einfach dehnen. Das spielte dann beim Hausbau preislich auch keine Rolle mehr.

Die Anschlüsse zwischen Keller und Blockhaus haben wir später selber mit Zinkbleche versehen, damit das Wasser das vom Regen die Blockwand herunterläuft nicht in die Dämmung läuft.

Der Standort / Das Grundstück / Die Lage

Damit ihr Haus nicht auf Reisen gehen muss, sollte man sich Gedanken über den Standort machen. Eine gute Lage kostet Geld. Wir sind bewusst drei Kilometer weg von der vermeindlich guten Lage und haben nur ein Drittel des Grundstückspreises bezahlt. Dafür wohnen wir direkt am Wald, ortsangebunden, den Kindergarten wenige Meter entfernt und total ruhig. Man muss halt ein wenig suchen und sich Zeit lassen und auch einmal in der näheren Umgebung des Wunschplatzes suchen. Ein Baugrundstück sollte nicht zu steil sein, damit die spätere Befestigung nicht zu teuer wird. Auch sollten sie beachten, ob die Telekom schnelle Leitungen dorthin gelegt hat und ob alle nötigen Anschlüsse bereits verlegt sind (Gas, Wasser, Abwasser, Telefon, Strom). Achten sie darauf ob die Erschließung abgeschlossen ist und damit die Erschließungskosten des Baugrundstücks bezahlt sind.

Für ein Blockhaus ist wichtig, dass nicht in jedem Bebauungsplan vorgesehen ist eine Holzfassade zu haben. Lesen sie den Bebauungsplan immer unbedingt vorher, damit ihr Traumhaus auch gebaut werden darf. Im Bebauungsplan sind penibel die Höhe, die Größe, die Bebauungsfenster und teils auch Farben, Bauarten und Bepflanzung geregelt. Wir müssen zum Beispiel drei Obstbäume pflanzen!

Richtmeistermontage

Die Richtmeistermontage wird von sehr vielen Blockhaus Anbietern empfohlen und oft direkt als Option angeboten. Der Richtmeister leitet dabei alle Arbeiten am Bau und sie helfen mit begeisterten Freunden (zumindest am ersten Tag ist die Begeisterung vorhanden) mit. Sie sollten mindestens eine Person abstellen, die auf der Baustelle alle bei Laune hält und die Verpflegung und die Musik koordiniert. Gute Laune ist das wichtigste am Bau!

Bodenbelag selber verlegen

Den Boden haben wir komplett selber verlegt inkl. dem Trockenestrich in der oberen Etage. Das war nicht schwer und heute kann zumindest Laminat mit Click jeder zusammenstecken. Eine Stichsäge ist für einen Bauherren eines Holzhauses immer Pflicht und somit ist alles vorhanden.

Wir haben unterschiedliche Bodenbeläge verlegt. Im Wohnkeller und den Kinderzimmern günstiges Laminat aus Restposten, in Küche, Bädern, Kellerräumen, Waschküche, Carporthaus und allen Eingangsbereichen sowie vor den beiden Kaminen Bodenfliesen, im Obergeschoss Stabparkett (eine irre Arbeit) und im Erdgeschoss / Wohnbereich Echtholzdielen aus Eiche. Es hat lange gedauert, aber es hat sich wahnsinnig gelohnt. Das Material bekommt man im Großhandel sehr günstig und die Arbeitszeit kann man mit ca. EUR 30,00 pro Quadratmeter Ersparnis einplanen – teils sogar mehr. Die Leisten haben wir auch alle selber gesetzt und zugeschnitten. Hierfür haben wir uns eine Kappsäge von Bekannten geliehen – im Gegenzug gab es unseren Hochdruckreiniger auf Leihbasis.

Rutschleisten, Unterkonstruktionen und Wandfliesen selber verlegen

Dies ist ein Bereich in dem auch der ungeübteste Handwerker selber aktiv werden kann, denn unter der Anleitung des Richtmeisters oder seiner Teammitglieder ist dies kein Problem.

Aus dem Restholz vom Bau haben wir einfach Rutschleisten selber bauen können und hierauf dann die Rigisplatten oder Holzfaserplatten geschraubt. Hierauf kann man relativ einfach dann die Wandfliesen verlegen und (fast) fertig ist das Badezimmer. Einfach den beiden vorgenannten Links folgen, um eine Anleitung für das verlegen von Fliesen mit Unterkonstruktion zu erhalten. Da dies alles aus den Blockhaus Bau resten gebaut wurde, hat e uns bis auf die Schrauben nix gekostet. Die Holzschrauben waren eigentlich auch in Unmengen am Bau übrig.

Die Fliesen haben wir übrigens nicht im Fliesenfachhandel geholt, sondern im Fliesengroßhandel. Das hat uns ca. 18% gespart. Bei den Flexklebern sind die technischen Daten eigentlich fast immer gleich nur einige kosten das doppelte, also hier einfach auch im Großhandel einkaufen und den günstigen nehmen. Im Zweifel habe ich die Handwerker der Reihe nach gefragt, was die bei sich zuhause eingesetzt haben (am besten nicht den Meister, sondern die Gesellen fragen).

Außenanstrich selber vornehmen

Zunächst ist zu entscheiden, ob man überhaupt anstreichen möchte. Holzschutz ist nicht unbedingt erforderlich, denn das Haus kann auch natürlich ergrauen und schützt sich durch den Bläuepilzbelag somit selber gegen die Witterung. Das ist sehr effizient und kostet kein Geld. Es hält auch über Jahrhunderte und muss damit auch kommende Generationen nicht belasten. Aber es sieht für viele halt nicht schön aus.

Wenn man das Blockhaus anstreichen möchte, dann wird der Zeitpunkt relevant. Hier empfiehlt es sich, die Imprägnierung und auch die Holzlasur direkt aufzustreichen, wenn das Baugerüst noch steht. Wir haben selber angestrichen und hiermit sehr viel Geld sparen können. Wir haben eine Imprägnierung gestrichen und dannach eine Holzlasur, die wir zweifach aufgebracht haben. Bei der Auswahl der Farben kann man sich auf Gütezeichen verlassen. Die Farben bekommt man im Großhandel für Farben deutlich günstiger als beim Baumarkt und teilweise auch in größerer Menge direkt beim Hersteller. Wir haben uns für qualitativ hochwertige Holzlasur entschieden und streichen erstmals im fünften Jahr neu. Hierbei allerdings nur die Holzlasur und diese einfach. Die Intervalle verlängern sich jeweils, da das Holz sich auf Dauer mit der Lasur voll saugt.

Sanitärinstallation / Bäder

An die Sanitärinstallationen haben wir uns nicht selber ran getraut, aber wir haben natürlich in den Bädern die Fliesen gelegt und die Unterkonstruktionen für die Waschtische gebaut, was sowohl in Ripisbauweise als auch in Holzbauweise total simpel ist. Wichtig ist, dass man auf die Rutschleisten achtet, damit im Blockhaus die Setzung keine Probleme bereitet.

Viel Geld ließ sich sparen in dem wir selber bei verschiedenen Großhändlern schauen waren. Diese bieten zwar immer nur über den Fachhändler / Installateur an, aber wir haben uns immer die Gegenstände einzeln anbieten lassen und damit dann auch gegen Internetpreise, etc. vergleichen und verhandeln können. Normalerweise kaufen kleine Installateure nicht viel billiger ein als im Internet bei einem großen Sanitärhändler. Aber wenn man für die Leistung fair zahlt, dann kann man die Marge für den Handel klein halten oder einfach dann am Ende – wie wir – direkt beim Großhändler kaufen und den Zwischenhandel ausschließen. Wichtig ist, dass man dann trotzdem die Garantieabwicklung über den Installateur vereinbart.

Elektroinstallation

Planung ist alles! Bei der Elektroinstallation kann man viel Geld fehlerhaft investieren, wenn man zu wenig oder zu viel Dosen plant. Da die Leitungen ja nicht auf den Wänden oder dem Boden verlegt werden sollen, muss bei Fehlern in der Planung entsprechend viel Geld später ausgegeben werden. Man sollte aber trotzdem nicht getreu dem Motto „lieber ein paar Dosen mehr“ sinnlos investieren. In meinem vorherigen Haus hatten wir einen INSTABUS, was sich aber auch für einen großen Privathaushalt nicht als sinnvoll erwiesen hat. Viel Schnick Schnack aber eigentlich keine Lebenswichtigen Funktionen, die man nicht auch konventionell realisieren könnte. Wir haben direkt Cat7-Kabel in jeden Raum legen lassen und entsprechende Netzwerkdosen gesetzt, denn Fernsehen der Zukunft (wie auch Radio), Internet und alle neuen Medien brauchen dies als Basis und ich möchte nicht später viele WLAN Router im Haus haben. Die Alarmanlage und die Rauchmelder bei der Kabelinstallation nicht vergessen. Bei uns waren dies die Bewegungsmelder, die Glasbruchmelder, die Türekontaktmelder und die Vibrationsmelder und die Anschlüsse für die Infrarotmelder und die Kabel für die Kameras (die wir so im Holz versteckt haben, das man diese gar nicht sieht).

Da ich in einigen Räumen stärkere Stromleitungen benötige kann man dies direkt von Beginn an einplanen und dann entsprechend dickere Leitungen ziehen und andere Sicherungen setzen – ein späterer Tausch ist sehr teuer. Das gilt auch für die Außenanschlüsse. Hier ruhig schon mal planen, wo Lampen, Steckdosen oder Aussenstrom montiert werden soll.

Im Blockhaus ist zu beachten, dass die Kabel alle mit einer kleinen Schleife gezogen werden, damit sich beim Setzungsprozess das Kabel ziehen kann und nicht spannt oder gar reißt. Hier sollte man den Handwerker fragen, ob er jemals schon in einem Blockhaus montiert hat.

Baufinanzierung

Stand Herbst 2012 gibt es Baufinanzierungen mit langen Laufzeiten bereits ab 2,50%. Es wird tendenziell günstiger, je weniger Risiko die Bank hat. Das Risiko setzt sich aus der eigenen Bonität zusammen, aber auch aus der Beurteilung des Hausanbieters durch die Bank. Wir haben uns damals von der HypoVereinsbank die interne Bewertung der Anbieter geben lassen und diese dann in unsere Blockhaus Anbieter Bewertung aufgenommen. Je vertrauenswürdiger also der Hausbau Anbieter je mehr kann anteilig bei der Bank finanziert werden. Finanziert haben wir langfristig und mit einem jährlichen Sondertilgungsrecht bei einer anderen Bank. Das Sondertilgungsrecht rechnet sich: zwar ist der Zinssatz ca. 0,1% höher, aber wenn man die Sondertilgung nutzt, dann zahlt man insgesamt über die Laufzeit deutlich weniger Zinsen und damit schneller Geld in die eigene Tasche. Wir haben eine klassische Finanzierung genommen und mit KFW Mitteln „gepimpt“. Von einer Finanzierung mit Tilgungsaussetzung über Lebensversicherung würde ich generell abraten. Hier verdient nur die Bank oder der Versicherungsvertreter doppelt, weil er Provision für den Kredit und die Versicherung erhält und man selber hat das Risiko, dass die Tilgungssumme am Ende nicht erreicht wird. Bei den aktuellen Zinskonditionen würde ich immer langfristig (15 Jahre) den Zins sichern und dann möglichst schnell tilgen. Lieber den anfänglichen Tilgungssatz direkt erhöhen dank der aktuell niedrigen Baufinanzierungszinsen und somit schneller von den Schulden runter kommen.

Wichtig ist, dass man nicht wild bei vielen Banken anfragt, sondern sich vorher genau informiert. Jede konkrete Anfrage führt zu einer Schufa Eintragung und zu viele davon zeigen den Banken, dass man eher abgelehnt wurde. Da wird dann die Bank sicherlich mehrfach kritisch hinterfragen wieso dies so ist. Hier ist bei der Haus Finanzierung also ein überlegtes Vorgehen gefragt.

Gebäudeversicherung

Es lohnt sich genau zu recherchieren mit welchem Anbieter man abschliesst und vor allem welche Leistungen im Paket enthalten sind. Wir haben zunächst viele Anbieter gefunden, die für das Blockhaus teurer waren als für ein vergleichbares Haus aus Stein. Da aber Blockbohlen schwer Feuer fangen ist ein Blockhaus nicht zu  vergleichen mit einem Holzhaus. Hier kommt es genau auf die Bauart an. Wir haben schließlich zu einem Preis von 40% eines vergleichbaren Steinhauses abschliessen können und die ersten drei Jahre auch noch einen Rabatt von je 50% auf die Gebäudeversicherung erhalten. Wir haben hierbei lediglich die großen deutschen Gesellschaften und deren Onlinetöchter verglichen. Die Differenzen für die selben Leistungen lagen zwischen EUR 550 und EUR 3.100 als Jahresbeitrag für die Gebäudeversicherung von unserem Blockhaus. Wir haben uns auf diese Konzerne konzentriert, weil wir im Schadenfall eine zügige Abwicklung wollen und einen lokalen Ansprechpartner.

Außenanlage selber realisieren

Die Aussenanlage haben wir über den Zeitraum von zwei Jahren nach dem Einzugstermin selber realisiert. Wir haben diese aber bereits vorab weitgehend geplant, damit wir wussten, wo wir später zum Beispiel einen Unterbau aus Schotter brauchen. So konnten wir schon in der Bauphase entsprechend das Material so auf das Grundstück kippen lassen, dass wir später wenig umlagern mussten. Auch konnten wir beim Aushub für den Keller die Erde bereits an die richtigen Stellen legen lassen.

Selbst den Garten zu realisieren und die Einfahrt zu pflastern macht nicht nur Spass, sondern hilft richtig viel Geld sparen, denn hier ist die Arbeitszeit der Hauptfaktor. Auch kommen dem Bauherren einfach über die Zeit neue Ideen. Zudem kann man das ganze aus neuem Ersparten realisieren und muss es nicht über den Kredit mit finanzieren.

 

6 Kommentare zu "die besten Einsparpotentiale beim eigenen Blockhausbau"

  1. Hallo,

    kannst du mir sagen welche Gebäudeversicherung den Blockbau nicht als Holzhaus einstuft?

    Genau diese Problem habe ich gerade.

    Gruß Axel

  2. Olaf Schmitz | 24. Oktober 2012 um 09:22 |

    Hallo Axel, wir haben 2008 die Blockhaus Gebäudeversicherungen verglichen. Asstel, AXA haben sofort korrekte Konditionen für das Massivblockhaus angeboten (die unter einem Steinhaus lagen) – bei Allianz ging es nach persönlicher Erläuterung und Ansprache, Condor hat direkt abgelehnt und Gothaer (die der Rückdecker von Asstel sind) haben auch nach Ansprache die selben Konditionen geboten wie für ein Steinhaus. Wir sind letztlich bei der Asstel gelandet, die am günstigsten waren. Hier war es seinerzeit auch möglich Online zwischen Massivholzhaus, Holzhaus, Ständerbau, etc. auszuwählen. Wir haben dann per Telefon nochmals nachgesteuert und der Preis passte sehr gut. Wichtig ist aber, dass man den Preis nach der anfänglichen Preisreduktion vergleicht, den einige Anbieter anbieten für Neubauten. Unsere Bauleistungsversicherung für die Bauphase und die Bauherrenhaftpflicht haben wir damals bei einer anderen Gesellschaft abgeschlossen. Bei Fragen fragen!

  3. Noah Dadrich | 21. August 2020 um 12:32 |

    Da habe ich einfach mal den perfekten Artikel gefunden! Meine Frau und ich möchten ein Blockhaus bauen lassen und sind auf der Suche nach Insider Tipps im Internet. Beeindruckend, dass Sie den Boden selber verlegt haben. Vielleicht werden wir das auch anstreben. Vielen Dank für die Infos und Inspirationen.

  4. Joachim Hussing | 21. August 2020 um 22:32 |

    Dies war ein hilfreicher Artikel darüber, wie man beim Bau von Blockhäusern sparen kann. Ich denke über den Bau eines Blockhauses nach, das ich im Winter nutzen kann. Ich werde diese Tipps befolgen, damit ich bei den Baukosten sparen kann.

  5. Ich denke auch, dass die Auswahl des richtigen Holzes sehr entscheident ist. Man sieht es jeden Tag und muss darin ja leben. Eine Gestaltung des Holzhauses ist auch ein Projekt, welches ich bald realisieren möchte.

  6. Lisbeth Maler | 9. Oktober 2020 um 11:49 |

    Wie cool, dass ihr bei eurem Blockhausbau sicherlich am meisten durch eine sehr detaillierte und zeitlich genaue Planung habt sparen können. Wir überlegen auch uns für ein Fertighaus aus Holz zu bauen. Ich habe bisher nur gutes darüber gehört.

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