Keller bauen: was einen guten Hauskeller ausmacht

Keller ist nicht gleich Keller! Keller werden seit es Menschen gibt durch die Jahrtausende genutzt. So unterschiedlich die Bauarten von Kellern sind, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten ihrer Verwendung. Unterschieden wird bei Kellern zwischen drei Kellertypen. Zu den ersten beiden zählen die Erd- und Felsenkeller, die auch Naturkeller genannt werden. Zur dritten Variante zählen Hauskeller die mit dem Haus in direkter Verbindung stehen.

Kellertypen und deren Verwendung

Der Erdkeller steht meist in direkter Verbindung mit dem Erdreich. Er wird in Abstand zu anderen Gebäuden in Hänge oder unter die Erde gebaut. Früher entstanden die Seitenwände aus Felsen und Ziegel, auf welche anschließend die Deckenwölbung gesetzt wurde. Der Boden ist unversiegelt. Dies gewährleistet das die Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperatur der Erde, in direkten Kontakt mit dem Lagerraum stehen. In diesem natürlichen Kühlschrank kann zum Beispiel Obst und Gemüse gelagert werden. Verwendet wird er auch von Brauereien, welche wegen der exponierten Lage des Kellers, gern ihr Bier dort lagern. Einen Erdkeller bauen sich demnach immer noch einige Purist – vor allem im Blockhaus Bau – in den Garten, um dort dann Bier und andere Nahrungsmittel kühl zu lagern.

Eine andere Variante des Naturkellers stellt der Felsenkeller dar. Dieser wurde direkt in die natürliche Umgebung, dem Felsen, von zum Beispiel religiösen Anlagen geschlagen. Die Lagerung von Wein oder Gebeinen geistlicher in Felsenkellern, ist historisch bekannt. In allen Kulturen kann man sie finden und bei deren Besichtigung viel über die Geschichte unserer Vorfahren lernen. Erd- und Felsenkeller fanden ihre Verwendung auch als Bunker und Luftschutzkeller. In Kriegszeiten suchten die Menschen dort Schutz- und Sicherheit vor Bombenangriffen. Einen Felsenkeller bauen macht Sinn, wenn man in felsiger Gegend einen Weinkeller direkt ans Haus anschließen möchte, der dann mit einer Klimaschutztüre direkt an den normalen Keller angeschlossen wird auf dem dann z.B. das Blockhaus steht. Bekannt sind hier die Gewölbekeller aus den Weinbergen – Winzerkeller bauen macht natürlich besonders viel Spass, wenn dann später der Wein eingelagert ist und getrunken werden darf.

Die heute wohl bekannteste Form eines Kellers ist der Hauskeller. Deren Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig sind, wie die Phantasie des Menschen. Die einen verwenden ihn als Abstellraum. Die anderen als Schwimmbad. Man nennt ihn Heizkeller, Spielkeller, Vorratskeller oder Waschkeller. Im Wohnbereich wird er zum Arbeitszimmer, Gästezimmer oder Hobbyraum. Aber nicht nur die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Auch beim Bau von Kellern ist die Vielfalt groß

Bauweise und Preisgestaltung

Die einfachste Bauart, einen Keller in den Fels zu schlagen, findet im Neubau heute kaum noch Bedeutung.

Anders sieht es da beim Erdkeller aus. Dieser erfreut sich steigender Beliebtheit. Bedingt wird dies durch die wiederentdeckte Selbstversorgung und Hobbygärtnerei von Naturliebhabern. Die dabei preiswerteste Variante ist die, ein Loch zu graben und die Wände und Decke mit geeigneten Materialien abzustützen. Beliebter sind jedoch fertige Erdkellermodule, zum Beispiel aus Schweden. Die aus Glasfaser verstärktem Polyester bestehenden Modelle richten sich danach, ob der Einbau in einen Hügel oder auf ein flaches Grundstück erfolgt. Preise bis 5.500 Euro, der leichte Transport und eine leichte Einbauweise, verhelfen ihm zu seinem Erfolg. An einem Wochenende mit Freunden den Erdkeller bauen ist schnell erledigt.

Komplexer werden die Anforderungen bei einem Hauskeller. Bei der Entscheidung, wofür der Keller Verwendung finden soll, sind einige Fragen im Vorfeld zu klären. Wie viel Platz wird auf Dauer benötigt? Wird es ein Lager- oder Wohnraum? Soll beides kombiniert werden? Wie hoch werden die Kosten? Was sagt das Bodengutachten über die Bodenbeschaffenheit? Wie viel Geld steht zur Verfügung? Bei der Auswahl ist in jedem Fall ein Fachmann zu fragen. Auf diesem Wege schützt man sich vor den teuren Überraschungen, Feuchteeinbruch und Schimmelbildung. Der Fachmann hilft bei der Auswahl der geeigneten Bauform und Materialien. Ist dieser nicht direkt bei der Hausplanung involviert, benötigt er neben den Grundrissen des Keller- und Erdgeschoss, zwingend ein Bodengutachten. Anhand dessen kann die passende Feuchtigkeitssperre eingesetzt werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Die Kosten für einen Hauskeller liegen abhängig von Größe und Bauart zwischen einigen 1.000 bis mehreren 10.000 Euro. Ein Pauschalpreisangabe ist auf seriösem Wege, bedingt der Komplexität bei Grund, Sicker oder drückenden Wasser, nicht machbar. Bei der richtigen Auswahl hilft der Hausbauplaner oder ein auf den Kellerbau spezialisiertes Unternehmen. Auf diesem Wege steigt die Qualität und Freude beim Kellerbau.

Ideale Keller beim Blockhaus bauen

Für den Blockhausbau empfehle ich persönlich als Blockhaus Keller einen Porotonkeller, denn diese tonartige Ziegel in normalerweise 36 cm Breite atmet hervorragend und bietet ein perfektes Lager- aber auch Wohnklima. Wir haben unseren Porotonkeller im Erdbereich von außen mit einer zusätzlichen 10cm Styroporschicht abgedichtet und zwischen Mauerwerk und dem Styropor natürlich den Bitumen nicht vergessen. Er sorgt für eine Versiegelung gegen Wasser. Auch trotz Styropor und Bitumen atmet der Stein deutlich besser als ein Fertigkeller aus Beton und kann somit Feuchtigkeit aus dem Innenraum „zwischenspeichern“. Die Blockbohlen geben in den ersten beiden Jahren noch Feuchtigkeit ab und diese wird dann auch im Keller „weggeatmet“. Im sichtbaren Aussenbereich haben wir mit einem Verbundputz gearbeitet. Innen haben wir mit Rotband – einem Gipsputz – gearbeitet, der eine gute Atmung hat. Andere setzen auf Tonputz oder sogar Lehmputz – diesen haben wir im Weinkeller aufgetragen.

Wichtig im Blockhausbau ist es, dass man in der Bauphase immer darauf achtet so wenig Feuchtigkeit wie möglich in das Gebäude zu lassen. Entsprechend sollte man beim Keller bauen auf fertige Betonplatten für mindestens die Kellerdecke setzen, die dann nur noch mit einer dünnen Schicht Beton übergossen werden. Diese Betonplatten sind vorgetrocknet und somit strömt die Feuchtigkeit dann nicht in die Blockbalken des Blockhauses, was oft leichte, ungefährliche Schimmelbildung auf den Blockbohlen zur Folge hätte, die dann wieder weg geht, aber zunächst optisch unschön aussieht.

Denken Sie auch daran, dass der Keller ca. 40 cm über das Niveau der Erdoberfläche gehen sollte, damit das hierauf sitzende Blockhaus nicht an feuchte Erde grenzt.

1 Kommentar zu "Keller bauen: was einen guten Hauskeller ausmacht"

  1. Juri Kuchliwski | 1. Juni 2016 um 17:25 |

    Alles OK! Kein Wort jedoch ueber eine Moeglichkeit eine Hebevorrichtung
    fuer den Keller zu bauen!?Leider!

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