Übersicht der Bauweisen und Wandaufbauten im Blockhausbau

Blockecke, Blockbalken, Holzart, Dämmmaterial und der generelle Wandaufbau sind die häufigsten Fragen die zu meinen Blockhaus Erfahrungen immer wieder gestellt werden. Auch ist oft unklar, was genau ein Blockhaus ist und wie es sich von einem Holzhaus abgrenzt. Hier wird ein Überblick zum Thema Wandaufbau bei Holzhäusern bzw. Wandaufbau bei Blockhäusern gegeben – über die markierten Verknüpfungen / Links können weitere Details angesehen werden.

Holzhaus

Generell ist ein Holzhaus jedes Haus, das primär aus Holz gebaut ist. Blockhäuser gehören also genauso hierzu wie Bretterverschläge. In der Umgangssprache bezeichnet man als Holzhäuser allerdings Ständerbauten, d.h. Häuser, deren tragende Konstruktion aus Holz ist (das sogenannte Ständerwerk) und an der dann entsprechend Holzfaser- oder Gipsplatten bzw. Schalungsbretter befestigt sind. Zumeist sind Holzhäuser Fertighäuser die vor Ort sehr schnell aufgebaut sind und im Werk vorgefertigt werden.

Blockbohlen Blockhaus

Das Blockhaus

Ein Blockhaus wird aus Kanthölzern oder Rundstammbalken gefertigt, die abwechselnd (in der sogenannten Blockecke) übereinander gelegt werden und somit miteinander verzahnt sind. Blockhäuser gibt es mit runden (Rundstamm) und eckigen Balken (Kantholz).

Rundstamm Blockhaus

Rundstammblockbohlen haben generell zwei Nachteile gegenüber dem Kantholz. Zum einen kommt es zu einer erhöhten Setzung durch die geringere Auflagefläche der Balken untereinander; zudem kommt es zu einer Wärme-/Kältebrücke, da die Balken an der Stelle der Auflage deutlich dünner ist und somit hier einen niedrigeren Dämmwert hat als eine durchgängig gleichstarke Blockwand. Hier ist also ein erhöhter Energieaufwand erforderlich, um das Blockhaus warm zu halten.

Viele Baufirmen bieten Rundstamm an, sagen dann aber dem Bauherren ab. Die Gründe der Absage sind eher das fehlende Wissen der Bauherren und teils auch der Baufirmen. Bei einem Rundstamm hat man zwischen 3 und teils 8 cm Setzung pro Meter Bauhöhe. Das ist eine Herausforderung von der Planung, über den Bau bis zur Pflege danach. Wenn von der Auflage der Dachbalken an der Seite bis zum First rund 4m Höhe sind, dann setzt sich das Dach im Giebel durchaus 30 cm mehr. So kommt es zu Verwerfungen, Undichtigkeiten, etc. und die Bauherren können damit nicht umgehen. Statt Nachsorge und Pflege wird dann oft auf Baumangel gegangen und das geht den Baufirmen auf den Geist, obwohl es Bauartbedingt ist.

Andere Gründe warum ein Rundstammhaus nicht gebaut wird, sind oft:

  • Banken finanzieren Rundbalken kaum, weil der Verkaufswert sehr gering ist. Der Bauherr muss hier meist >50% Eigenkapital mitbringen. Das führt zu späteren Problemen bei der Finanzierung und damit kommt der Bauvertrag selten zustande
  • Viele Bauherren erdrückt nach einigen Wochen der Rundstamm (schluckt innen viel Licht durch Reflektion). Unbeding mal > 1 Woche Probewohnen.
  • Gefräste Rundbalken können nur wenige Fräsen gut herstellen. Das Holz hat hier oft Risse. Da zieht dann (wenn außen liegend) Feuchte ein und daher muss viel gepflegt werden. Auch hier wird oft vom Bauherren als Baumangel geklagt, was aber keiner ist.
  • Die dünnen Auflageflächen zwischen den Blockbohlen sind Kältebrücken. Daher kann die Energieverordnung selten eingehalten werden und die Baugenehmigung wird nicht erteilt. Alternativ wird Innen nachgedämmt. Dann sind die Wände auch wieder gerade (= erdrückt einen nicht).
  • Innenwände sind schwer zu realisieren, weil die Setzung sehr hoch ist und dadurch dann an den Innenwänden große Lücken nach oben gelassen werden müssen, damit die Decke nicht durch die stehende Wand nach oben gedrückt wird.

 

Blockhaus mit Kantholz – generelle Bauweisen

Blockhäuser werden mit und ohne Dämmschicht angeboten. Die Dämmung stellt zumeist die größter Herausforderung dar, da die verwendeten Materialien zumeist aufgrund der natürlichen Bauweise mit Holz einer möglichen Verrottung durch Witterungseinflüsse ausgesetzt sind. Hier ist entscheidend,in welchem Material die verwendete Dämmung ausgeführt ist und wie dicht die Blockhaus Blockecke ist.

einschalige Bauweise ohne Dämmung

Blockhaus Preise hängen im wesentlichen von der Bauweise ab. Die einschalige Bauweise ist das Innbild des Blockhauses und wird zumeist als erstes angefragt. Gebaut wird diese Bauart allerdings nur von „Freaks“, denn die einschalige Bauweise kostet auch am meisten. Dies liegt an den sehr hohen Logistikkosten für den Transport der Balken. Um energetisch einigermaßen gut zu bauen, muss ein 24cm dicker Leimholzbalken verwendet werden (Kernholz würde sich verziehen durch die hohe Last), der zudem aus nordfinnischer Polarkiefer bestehen sollte, damit die hohe Dichtigkeit durch das langsam gewachsene Holz gegeben ist. Beim Aufbau werden stärkere Maschinen und letztlich mehr Menschen benötigt, was die Kosten zudem steigert. Diese Bauart ist also etwas für Puristen und in der ursprünglichsten Art als Naturstammhaus oder Kanada Blockhaus bekannt.

Bei der einschaligen Bauweise sind undichte Stellen vor allem in den Blockecken deutlich häufiger anzutreffen als bei den beiden weiteren Bauarten. Wenn man frische Luft liebt, dann ist dies aber kein Problem 🙂

Dennoch: wer mit einem guten, erfahrenen Blockhaus Unternehmen baut, der kann sehr gute Qualität erhalten ohne Probleme mit der Dichtigkeit und erhält ein perfektes Raumklima. Hierfür ist der Preis allerdings auch im oberen Bereich.

einschalige Bauweise mit Dämmung

Die tendenziell günstigste Bauweise bietet die einschalige Bauweise. Hier werden zumeist Balken zwischen 7 und 10 cm Dicke verwendet, die als tragende Wand dienen. Innen- oder außenliegend wird dann eine Schalung mit Schalungsbrettern realisiert, die dann das verwendete Dämmmaterial hält. Die Schalungsbretter sind innen oftmals ein Schallübertragungs- und auch ein Stabilitätsproblem (ein schwerer Küchenoberschrank bringt die ca. 3 cm dicken Bretter ans Limit). Außen bieten die Schalungsbretter der Dämmung nur einen geringen Schutz gegen die Witterung.

Doppelblock

Der nur wenig teurere Doppelblock besteht innen und außen aus jeweils ca. 7 bis 10 cm breiten Blockbalken. Zwischen diesen befindet sich eine Dämmung, die aus unterschiedlichen Materialien verbaut wird (je nach Anbieter). Die Dämmung ist so ideal geschützt vor der Witterung und die Wände sind sehr stabil. Der Setzungsdruck ist nicht so massiv wie bei der einschaligen Bauweise und die deutlich leichteren Balken lassen sich einfacher transportieren und vor allem kostengünstiger aufbauen.

Der Blockbalken

Die Blockbalken sind für alle drei Blockhaus Bauarten in runder und eckiger Ausführung erhältlich. Die runden Balken werden deutlich seltener verbaut, weil hier die Setzung deutlich stärker ist, die Optik zumeist nach etlichen Wochen die Bewohner stört (Blockhaus Probewohnen wird empfohlen) und die Blockecken schwerer abzudichten sind. Eine besondere Variante der runden Blockbalkenbauweise sind die Naturstammhäuser, bei denen der komplette Baum ohne jegliche Fräsung verbaut wird.

Die gefrästen Balken sind dann als Leimholzbalken oder Massivholzbalken erhältlich (eckig und rund). Der Massivholzbalken bzw. Vollholzbalken ist in einem Stück gefertigt. Ist er aus dem Kern des Baumes (aus der Mitte) gefräst, so handelt es sich um Kernholz, welches aus dem ältesten Teil des Baumes gefertigt ist und somit auch die größte Härte und Dichtigkeit hat. Massivholzbalken haben eine höhere Setzung als Leimholzbalken, eine bessere Diffusion und damit das bessere Blockhausklima, kosten weniger, verziehen sich allerdings auch leicht unter dem Setzungsdruck.

Der teurere Leimholzbalken bedarf einer komplizierteren Herstellung und wird in mehreren Schichten zusammengeleimt. Er hat eine höhere Dichtigkeit, dafür eine stark minimierte Diffusion und somit kein natürliches Blockhausklima, da die Poren im Holz verschlossen sind. Die Leimholzbalken haben weniger Risse in der Holzoberfläche.

Holzart

Die absolut gängigen Holzarten im Blockhausbau sind Kiefer und Fichte, wobei generell gilt: je weiter nördlich der Baum gewachsen ist, umso länger ist er gewachsen und je dichter ist das Material. Die Kiefer dunkelt schneller nach und die Fichte setzt sich mehr, da sie weicher ist und somit auch mehr zum verziehen neigt.

20 Kommentare zu "Übersicht der Bauweisen und Wandaufbauten im Blockhausbau"

  1. Stephan Lanz | 17. Dezember 2013 um 21:34 |

    Hallo

    Welches ist für Sie die beste Bauart und bestes Holz für 1 Chalet auf 1120 MüM ?

    Gruss

  2. Olaf Schmitz | 17. Dezember 2013 um 21:41 |

    Sie können dies generell mit allen Bauarten bewältigen, wenn Sie aber klassisch realisieren wollen und das nötige Budget haben, dann sollten Sie einen einfachen Block nehmen und diesen mit 27cm Breite ausführen (in Kantholz). Dies benötigt dann keine Dämmung. Hierzu würde ich dann Kiefernholz aus dem nördlichsten Skandinavien empfehlen, dass üblicherweise als Leimholz ausgeführt wird aber auch als Kernholz verfügbar ist. Doppelblock ist eine Alternative zu dieser Bauweise, wobei Sie eine ordentliche Dämmung wählen sollten. Eine vorgedämmte Bauweise würde ich aufgrund der rauen Witterung (Sonne, Regen, Wind – alles intensiv) nicht empfehlen. Bei solchen Spezialfällen sollten Sie sich einfach individuell beraten lassen.

  3. „…denn die einschalige Bauweise kostet auch am meisten.“ „Die tendenziell günstigste Bauweise bietet die einschalige Bauweise.“

    Liegt da evtl. ein Fehler vor oder ist etwas anderes gemeint, was dann evtl. präzisiert werden sollte ? So klingt es für mich jedenfalls widersprüchlich.

    Ganz großes Lob für Ihre Website und vielen Dank für die interessanten Infos !!!

  4. Olaf Schmitz | 31. Mai 2014 um 09:43 |

    die einschalige Bauweise kostet zumindest in Mitteleuropa – also auch dem deutschsprachigen Raum – deutlich mehr, denn wegen der Energieverordnung müssen vergleichsweise sehr dicke Stämme verwendet werden. Entsprechend kommt es zu sehr hohen logistischen Kosten, da die Stämme zumeist aus dem nördlichsten Skandinavien stammen, damit diese sehr langsam gewachsen sind und die nötige Stabilität / Dichte haben.

    Anders verhält sich dies in Skandinavien oder Kanada. Hier ist die einschalige Bauweise die günstigste, da hier das Material unmittelbar in der Nähe des Baus geschlagen und verwendet werden kann. Dies gilt bedingt noch für einige wenige Regionen in Österreich / Slowenien sowie der Schweiz, wo in großen Höhen das Holz gewonnen werden kann. Dies wird dann allerdings zumeist für den Bau von Naturstammhäusern verwendet, da der Weg zu den Sägewerken wiederum mit hohen Kosten verbunden ist.

  5. Steven Weiß | 5. Juli 2018 um 10:51 |

    Hallo Herr Schmitz,
    in einem anderen Artikel hatten Sie erwähnt, dass Ihr ein einschaliger Aufbau ohne Dämmung wäre – hier kommt das aber nicht so gut weg. Haben Sie diesbzgl. Ihre Meinung geändert? Dieser Artikel ist ja schon relativ alt – bestehen die Probleme mit der Dichtigkeit immer noch? Die meisten Anbieter, mit denen ich bisher gesprochen haben, sagen mir dass das Setzungsverhalten äußerst gering wäre (1% der Raumhöhe).

  6. Olaf_S. | 6. Juli 2018 um 23:26 |

    Ich habe hier meine Meinung nicht geändert. Die einschalige Bauweise ist die teuerste aber auch die beste für ein echtes Blockhaus Wohnklima. Es treten allerdings oft Probleme durch die Setzung auf und die Montage-, Logistik- und sonstigen Kosten auch in der Nachsorge zum Aufbau sind hoch.

  7. Hallo Olaf,
    Ist Österreichischen Holz von über 1000 mt auch genau so hochwertig wie nord Finnischen Holz?
    Wir möchte gerne eine doppel block holz wand haus bauen (12 cm ungeleimt aussen wand, 7,5 cm Holzfässern Dämmung, 9 cm ungeleimt innenwand). Die Firma Zimmerei Georg Reiter baut mit Fichte, Kiefer oder Tannen von Südbayern/Österreich und werden bäume nur in Winter gefällt die über 1000 m wachsen. Das Holz wird dann zum 12—14% restfeuchtigkeit über Winter gebracht und in Frühjahr bearbeitet.

    Danke vielmals,

    Roberto

  8. Hallo Roberto, Holz aus Österreich ist sicherlich schneller gewachsen als in Finnland, aber auch nur minimal. Die Unterschiede sind nicht so gravierend. Die Holzart ist aber entscheidend. Wenn Du Kiefer aus Finnland mit Fichte aus Österreich vergleichst, dann ist der Unterschied schön größer und Du wirst dies bei der Setzung merken. Es ist aber generell nichts gegen einen Blockhausbau mit Holz aus Österreich einzuwenden.
    Was mich eher stutzig macht ist, dass die Innen- und die Außenwand verschieden breit sein sollen (9cm und 12cm). Das kann schon eher zu Problemen führen bei der Setzung, wobei diese auch nicht groß sein werden. Da habe ich bisher noch keine Erfahrungen zu einsammeln können und diese würden mich interessieren.

  9. Martin Sarczuk | 4. Januar 2020 um 13:25 |

    Hallo Olaf,
    Du hast geschrieben das dich die verschieden Breite Außenwand (9cm,12cm) stutzig macht.
    In einem anderen Artikel schreibst du:

    Die Dämmung bei einem Holzhaus wird zwischen zwei Wandschichten montiert. Idealerweise hast Du innenliegend eine größere Schicht Holz (ideal > 6 cm), denn so erfolgt die Regulierung der Luftfeuchtigkeit durch das Holz. Dies bewirkt das Holzhaus-Wohnklima.

    Wie kann ich das verstehen? sorry stehe aber gerade ein bisschen auf der Leitung
    lg Martin

  10. Hallo nochmal,
    wir haben nun endlich einen Bauplatz und die Entscheidung welcher Wandaufbau es sein soll, muss getroffen werden. Sind 27cm bei einschaliger Bauweise wirklich nötig / empfehlenswert? Die meisten Hersteller bieten nur 20 oder 22cm an. Wegen den Problemen in den Ecken habe ich noch Bedenken, kann es aber nicht einschätzen… Je dicker die Bohlen, desto weniger Probleme nehme ich an. Wie oft werden Ihnen Probleme gemeldet? Und sind das immer die gleichen Hersteller bzw gibt es welche, bei denen das Problem seltener oder gar nicht auftritt? Kann man schon während des Baus etwas tun, außer peinlich darauf zu achten, dass die Dichtungsbänder ordentlich verlegt werden? Und gibt es hinterher, wenn man wirklich Probleme hat, noch die Möglichkeit, das zu beheben?

    Besten Dank schon mal und auch für die wirklich tolle und informative Homepage!

  11. In dem referenzierten Artikel ist gemeint, dass man innenliegend eine Blockwand hat und außenliegend dann ein Schalungsbrett. Dazwischen wird dann die Dämmung montiert. Bei zwei Blockwänden (innen und außen) sollten diese identisch ausgeführt werden.

  12. Die 27cm als Dicke der Blockwand sind nicht wirklich nötig – es kommt aber immer auf den Zuschnitt des Hauses, die Lage zur Sonne und auch die Lage und die Beschaffenheit der Fenster und des Dachs an. Das ist also eine individuelle Entscheidung. Probleme in den Ecken sind häufiger, wenn es dicke Blockbohlen sind, denn hier lastet eine höhere Last auf der Wand und die Setzung wirkt stärker.
    Probleme werden mir nicht sehr oft gemeldet. Hersteller die das bei einer einfacher Blockwand wirklich hervorragend lösen sind Honka und vor allem Fullwood. Die Kontrolle am Bau ist das beste Mittel. Hier kann sicherlich auch eine Richtmeistermontage gemacht werden, bei der man selber quasi hilft und am Bau damit dauerhaft präsent ist. Solche Probleme später zu beheben ist nur mit höchstem Aufwand möglich und das meist mit einer vorgebauten Lösung.

  13. Kann man bei einer Sanierung des Garagendachs mit Anschluss an den Dachstuhl auch mit um die 8cm Wandstaerke arbeiten? Enev sollte da ja egal sein..?

  14. Ohne die Details zu kennen würde ich sagen: ja. Die Wandstärke ist da egal, wo die Energieeinsparverordnung keine Rolle spielt. Wenn es dann aber ans Haus angeschlossen wird, dann muss es über eine Rutschleiste sauber entkoppelt werden, damit die Setzung nicht zu Problemen führt.

  15. Philipp Standfest | 31. Mai 2020 um 21:38 |

    Ich hab mir ein Blockhaus mit 9cm dicken Blockbohlen gekauft und ich frage mich ob es Folgen für das Haus hat wenn ich weiter ohne Dämmung darin wohne. Ich heize mit Infrarotheizungen, da gesetzlich leider nichts anderes möglich. Ich bedanke mich im Vorhinein für Antworten.

  16. Wenn die Blockbohlen gepflegt werden / sind, dann gibt es keine Probleme. Es wird nur viel Heizenergie verbraucht.

  17. Wolfgang K | 29. August 2020 um 22:18 |

    Hallo Olaf
    Ich liebäugle mit einem Haus von Pineca als winterfestes Ferienhaus, das ggf.. auch als Wohnhaus genutzt werden könnte. Pineca bietet Doppelblock 44/50/44 mm bzw. 44/130/44 mm mit PUR Isolierung an. Reicht das aus um 1. das Haus winterfest isoliert zu haben und 2. genügt die Stärke der Bohlen klimatisch? Du sprichst ja von 70-100 mm pro Schicht.
    Pineca bietet auch 66 mm Blockbohlen an und könnte wohl auf Wunsch auch 66/130/66 realisieren.
    Danke im Voraus

  18. Damit das Haus „überwintert“ reicht ja auch eine einlagige Schicht von Blockbohlen mit 44 bzw. 66mm aus. Das Holz wird nicht schlecht! Du musst dann nur viel heizen und wirst viel Energie verbrauchen, wenn es innen warm sein soll. Als Ferienhaus lässt man ja auch die Immobilie durchaus mal komplett auskühlen. Insofern kenne ich hier die Anforderungen nicht. Die Energieberechnung je nach Grundriss, Nutzung, Lage, usw. macht der Statiker. Für ein Ferienhaus reicht in meinen Augen – je nach Nutzung / Lage / Fenster / Dachaufbau – 44/130/44mm Wandaufbau aus. Bei 66mm Bohlen hast du natürlich das Holzhauswohnklima, da hier die Feuchtigkeit automatisch besser reguliert wird.

    Erfahrungen uu Pineca: Die Bausätze sind ok und enthalten nach meinen Infos die Basisausstattung in Basisqualität. Wer noch nie solche größeren Bausätze aufgebaut hat, sollte sich lokal einen Zimmerer hinzuziehen. Auch bei der Planung – wenn es denn ein Wohnhaus sein soll – solltest Du Dich zuerst mit Heizung und Haustechnik beschäftigen und danach erst das Haus im Detail planen bzw. bestellen.

  19. Hallo Olaf
    Danke für die Einschätzung. Ich bin noch am Anfang der Planungen. Das Haus soll in erster Linie als Ferienhaus dienen. Könnte aber auch mal im Winter oder ggf. ganzjährig bewohnt werden. Ich muss es komplett autark bauen, da es weder Strom noch sonstigen Anschluss an kommunale Versorgung gibt. Die Installationen müssten wohl auf Putz bzw. hinter Blenden verbaut werden. Heizen mit Holz. Gibt es genug. Sorge macht mir die von Pineca angebotene Dämmung. PUR im Zwischenraum der Blockbohlen ohne Dampfbremse o.ä. 2x 66 mm wäre mir sympathischer als 2×44 aber reicht das für ein gutes Raumklima aus und bleibt das auch trocken? Man garantiert 10 Jahre ohne Fäulnis. Das klingt nach wenig… auf der anderen Seite kann ich nicht 200.000€ für ein Ferienhäuschen ausgeben.

  20. 2 x 66 reicht sicherlich aus. Nur musst du bedenken, dass der Holzbausatz ca. 20-25% des Baupreises sein wird, da Du Inneneinrichtung, Dachentwässerung, Haustechnik, Dachaufbau, Innenausbau, usw. noch machen musst. Bei Wohnhäusern ist der Bausatz meistens rund 45% des Gesamtbaupreises. In Skandinavien bekommst Du von Viessmann die gesamte Technik für Autarkie aus einer Hand (gut wegen der Generalhaftung). Vor allem kannst Du das mit deren Steuerung von Unterwegs (= auch von Deutschland) steuern. Als Batteriespeicher den Vitocharge VX3 – Hammer Teil – haben wir auch im Ferienhaus mit PV und Wärmepumpe. Alles verschwindet ideal hinter der Wand und nimmt nicht viel Platz.

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